Jahresrückblick 2017

Eigentlich wollte ich schon letzte Woche einen Jahresrückblick schreiben. Dann erschien es mir aber fast schon zu spät um überhaupt noch einen zu schreiben. Zum Glück habe ich gestern entdeckt, dass sich die Montagsfrage vom Buchfresserchen in dieser Woche um Jahresrückblicke dreht.

Jahresrückblick, ja oder nein? Warum oder warum nicht?

Die Frage beantworte ich einfach mit „hier ist er“ und „weil halt“:

Vielleicht fange ich auch einfach am Ende an. Ich habe Silvester zusammen mit meiner Freundin bei ihren Eltern gefeiert. Es war sehr schön und entspannt. Zugegebenermaßen war es der ruhigste Jahresübergang seit ewig. Aber es war sehr interessant die Dynamik zwischen meiner Freundin und ihrer Familie zu beobachten und ich glaube, ich habe die Ruhe gebraucht. Der Dezember war nämlich recht turbulent. Auf Arbeit standen die Jahresendarbeiten an. Privat wollten Geschenke gekauft werden und weil ich immer gerne etwas Selbstgemachtes schenke, habe ich Glühweingelee gekocht, Zimtlikör angesetzt, Kekse gebacken und Pralinen zubereitet. Außerdem standen zwei Konzerte meines Chors an und dafür musste geprobt werden. Zusätzlich habe ich bereits im Dezember mit meinen Neujahrsvorsätzen begonnen und wollte wieder regelmäßig zum Sport gehen, was in meinem Fall Tae Kwon Do bedeutet. Darunter hat aber mein Blogleben gelitten, was mir etwas leid tut, sich aber nicht ändern ließ. Für Januar habe ich mir vorgenommen zumindest einmal in der Woche einen kleinen Beitrag zu schreiben und auf Twitter bin ich seit heute auch wieder etwas eifriger. Im November habe ich mir nämlich einen Account auf besagter Plattform zugelegt und bin so mittelaktiv. Immerhin mach ich da mehr als auf Facebook (kann es sein, dass FB tod ist?). Der Twitteraccount ist auch meine größte Neuerung seit meinem anderthalb Montasrückblick. Außerdem habe ich mich auf Chefkoch angemeldet um dort Rezepte einzustellen, die ich auch auf meinem Blog vorstelle. Das ist tatsächlich schwieriger als man es sich vorstellt. Meine nicht-veganen Falafel wurden erst angenommen, nachdem ich ein paar Passagen im Text herausgenommen habe, durch die sich vegan-lebende Menschen angegriffen fühlen könnten. Dabei geht es mir gar nicht um Veganer Bashing, sondern darum zu zeigen wie lecker typisch vegane Speisen sein können. Im November habe ich außerdem bei einem Schreibwettbewerb teilgenommen. Die dabei entstandene Geschichte möchte ich hier demnächst nach und nach veröffentlichen.

Statistik

Ich hab im letzten Jahr im August begonnen zu bloggen, weil ich das Medium irgendwie interessant fand und auch weiterhin finde. Ich will gerne über Bücher sprechen, die tiefgründig sind und meine Rezeptideen und anderen Verücktheiten zeigen. Außerdem hat meine Freundin ihren Blog ein paar Monate vor meinem gestartet und ich war ein bisschen neidisch auf sie. ^^ Ich muss zugeben, dass ich oft das Gefühl habe, dass mein Blog so mau läuft. Wenn ich dann aber in meine Statistik schaue und bedenke, dass ich gar nicht so viele Artikel schreibe und eher passiv bin, bin ich doch wieder glücklich. Vermutlich ist alles immer nur eine Frage der persönlichen Einstellung. Im letzten Jahr hatte ich 643 verschiedene Besucher, 1684 Seitenaufrufe, 416 Gefällt-mirs und 147 Kommentare. Ich habe mittlerweile 53 Follower auf WordPress, 29 auf Twitter und einen auf Facebook. Der auf Facebook ist mein bester Freund. Hier gehen die Grüße an dich raus, falls du es liest. Wenn ich das so schreibe, muss ich zugeben, dass ich ein bisschen eitel geworden bin und mich über eine gute Statistik freue, obwohl ich mir vorgenommen hatte, dass mir diese Statistiken egal sind. Der Beitrag Kann dieser Artikel Hunderttausend Sternchen oder Kommentare bekommen ist übrigens, neben der Startseite und meiner Vorstellungsseite der am häufigsten angeklickte Beitrag auf meinem Blog.

Bücher

Da ich ein echt langsamer Leser bin, könnte ich vermutlich alle Bücher aufzählen, die ich letztes Jahr gelesen habe. Aber ich befürchte, dass ich mich doch nicht mehr an alle erinnere. Darum will ich nur über die schreiben, die mich besonders beeindruckt haben. Das waren das Tagebuch von Astrid Lindgren Die Menschheit hat den Verstand verloren, Sand von Wolfgang Herrndorf und Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins von Milan Kundera. Die letzteren beiden möchte ich demnächst noch etwas intensiver vorstellen. Sand hat mich aufgrund seines Aufbaus fasziniert. Der Roman ist ein Rätsel, das man wahrscheinlich erst beim zweiten Lesen lösen kann und zusätzlich erzählt er eine faszinierende, mysteriöse und verschlungene Geschichte. Die unerträgliche Leichtigkeit  des Seins hat mich wegen der historischen Ereignisse, aber auch der poetisch und philosophisch erzählten Liebesgeschichte gefesselt, die frei von jedem Kitsch ist. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins spielt teilweise in der Tschechei – der historische Hintergrund ist der Prager Frühling.

Reise, Reise

Und Prag passte für mich perfekt zu diesem Buch. Ich habe es nämlich in Prag zu Ende gelesen. Dort war ich Ende November mit meiner Freundin für einen Kurzurlaub. Prag ist definitiv eine Reise wert, eigentlich sogar mehrere. Die Stadt heißt nicht umsonst die goldene Stadt. Der Blick von der Burg und die literarische Bedeutung (Kafka „hasse“ ich trotzdem) sind faszinierend. Aber darüber möchte ich einen separaten Beitrag schreiben. Überhaupt habe ich im letzten Jahr Städtereisen für mich entdeckt. Nachdem ich in den vorigen Jahren immer längere Wandertrips von Hütte zu Hütte in den Alpen unternommen habe, habe ich letztes Jahr neben Prag auch Marseille und Salzburg besucht.

Insgesamt war 2017 ein tolles Jahr, voll von neuen und spannenden Erlebnissen für mich. Ich habe das Jahr genossen und ich freu mich auf 2018 und bin sehr gespannt, wie es mit meinem Blogleben weitergeht und welche spannenden Geschichten ich auf anderen Blogs finden werde.

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